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Das schwarze Loch

Posted by Wolfram on Dez 10, 2009 in Allgemein

SLMilch 1 jpg 398107 150x150 Das schwarze LochFreudenapostel Piper beendet gerade seine “Lebensbotschaft” in München und da kommt sie – eine typisch deutsche Frage: “Geht es in der Bibel nicht in erster Linie um Liebe und Gehorsam und ist Freude dabei nicht nur ein Nebenprodukt?” Mit anderen Worten: Freude darf passieren – muss aber nicht. Vor allem sollte sie nicht direkt gesucht werden. Diese Denke gleicht dem Unkraut…sie vergeht nicht. Sie klingt biblisch und harmlos, ist aber in Wirklichkeit wie ein schwarzes Loch, das Freude verschluckt. Warum haben wir so ein Problem mit der Freude? Wie kann man Freude gegen Liebe und Gehorsam ausspielen? Unsere Lust am Herrn zu haben ist doch keine Option, sondern ein Gebot! Wie kann man Freude überbetonen, wenn die Bibel uns dazu auffordert uns allezeit im Herrn zu freuen? Für die Kritiker, die es schon damals gab, wiederholt Paulus es dann gleich noch mal.

Jesus selbst hat das erklärte Ziel, unsere Freude vollkommen zu machen (Joh. 15,11). Er selbst wurde gesalbt mit dem Öl der Freude (Hebr. 1,9). Bei Gott ist Freude die Fülle (Ps. 16,11) und die Freude an Ihm ist unsere Kraft – unser Schutz vor Versuchung und Entmutigung (Neh. 8,10).
C.S. Lewis bringt es wie so oft auf den Punkt: »Weißt du, es ist eine christliche Pflicht für jeden, so glücklich wie möglich zu sein.«

Wir gelangen von der Pflicht zur Freude, wenn wir die Freude an Gott zu unserer größten Pflicht machen! Klingt paradox – aber das sind wir ja inzwischen gewohnt. Gleichzeitig erinnert uns Lewis: »Freilich können wir über die Freude niemals verfügen, über das Vergnügen dagegen oft.« Freude können wir, im Unterschied zum Vergnügen, nicht beliebig an und ausschalten. Sie ist eine Gabe von Gott, eine Frucht des Geistes. Wir sind aufgefordert die Freude in Gott zu suchen, um sie zu kämpfen – gerade dann, wenn die Umstände nicht gerade erfreulich sind. Darum geht es im guten Kampf des Glaubens. Der ist nicht leicht, aber lohnend – und wir haben einen starken Verbündeten, der an unserer Seite kämpft und uns Seine Waffenrüstung zur Verfügung stellt.

Euer Wolfie (Mitarbeiter an eurer Freude 2Kor. 1,24)

 
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Hör auf Gott zu dienen!

Posted by Wolfram on Nov 12, 2009 in Allgemein

stopschild 150x150 Hör auf Gott zu dienen!Hat er das wirklich letzte Predigt gesagt? Hat er das wirklich so gemeint? Ist er zu einer neuen Religion übergetreten?

Dass wir Gott dienen sollen, ist für uns so selbstverständlich, dass so eine Aussage fast ketzerisch in unseren Ohren klingt. Was ist mit den ganzen biblischen Aufforderungen ‘Gott zu dienen’ – stehen die etwa in der neuen NGÜ nicht mehr drin? Ist das der Grund, warum er diese Übersetzung so empfiehlt?

Natürlich glaube ich immer noch an all die Stellen, die uns zum Dienen ermutigen (z.B. Röm. 12,11). Mir geht es mit dieser überspitzten Aussage darum zu zeigen, dass man Gott auf falsche, unbiblische Weise dienen kann – ein Dienen, das Gott nicht ehrt und uns auf Dauer auslaugt. Falsch motiviert ist unser Dienst dann, wenn wir in Kategorien von Leistung denken – wenn wir Gott etwas schenken, Ihm assistieren, oder Ihm etwas zurückzahlen wollen. Solch eine Rollenverteilung macht uns zu Wohltätern und Gott zum Begünstigten. Der Geber bekommt immer die Ehre und deshalb wird Gott diesen Platz niemals an uns abtreten. Gott zu dienen hat in erster Linie mit Empfangen und nicht mit Geben zu tun.

In Mt. 6,24 sagt Jesus, dass wir nicht Gott und dem Mammon gleichzeitig dienen können. Wenn wir also verstehen, in welcher Weise wir dem Geld dienen, dann haben wir auch einen weiteren Hinweis darauf, wie wir Gott dienen sollen.

„Geld verheißt uns Glück und wir dienen ihm, indem wir seinen Verheißungen glauben und in diesem Glauben leben. Wir dienen dem Geld nicht, indem wir ihm unsere Kraft zu seinem Nutzen zur Verfügung stellen. Wir dienen dem Geld, indem wir tun, was nötig ist, damit seine Kraft uns zu unserem Nutzen zur Verfügung steht.”

Genau das ist die Art, wie wir Gott dienen sollen! Er verheißt uns überragendes Glück und wir dienen Ihm, indem wir im Glauben an diese Verheißungen leben und Seine Kraft in Anspruch nehmen (vgl. Apg. 24,14). Natürlich bedeutet das nicht, dass wir Gott und Menschen erst dann anfangen zu dienen, wenn unsere Motive 100% geläutert sind…ich glaube, dass es immer eine Vermischung geben wird. Doch je mehr wir lernen Gott mit Freuden (Ps. 100,2) und Menschen aus der Kraft, die Gott darreicht zu dienen (1Pt. 4,11) desto eher stirbt der falsche und blüht der wahre Gottesdienst in unseren Leben und Gemeinden auf.

Euer Wolfie

 
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Schlaf, Kindlein, schlaf…

Posted by Wolfram on Okt 23, 2009 in Allgemein

CalmaIch „verschlafe“ rund ein Drittel meines Lebens…und Du auch! Wieso hat Gott das so eingerichtet? Er hätte uns doch sicherlich auch ohne dieses Bedürfnis erschaffen können. Er selbst schläft ja auch nicht (Ps. 121,4). Was könnte man mit dieser extra Zeit nicht alles anfangen – mehr Zeit für die Familie, mehr Urlaub, einen extra Job nebenbei, endlich Zeit für Bibel und Gebet etc. Natürlich hat der Schlaf auch seine schönen Seiten – aber wie oft leiden wir unter Müdigkeit und Schlaflosigkeit! Was hat sich Gott bei Seiner „Erfindung“ gedacht – what´s the point? Die berühmte Stelle in Psalm 127,3 gibt uns einen Hinweis: Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und spät aufbleibt und sauer erworbenes Brot esst; solches gibt er seinem Geliebten im Schlaf!

Diese Bibelstelle ermutigt natürlich nicht zu Passivität und Faulheit. Der Punkt in dem gesamten Psalm ist, dass Gottvertrauen besser ist, als rein menschliches, sorgenvolles Abmühen und dass ein Leben, das mit Gottes Hilfe rechnet fruchtbarer ist, als ein Leben, das sich allein auf die eigenen Anstrengungen verlässt. Schlaf selbst ist ein Geschenk (so übersetzen hier auch die englischen Bibeln). Ein Geschenk, das uns jeden Tag daran erinnert, dass Er Gott ist und wir nicht – dass Er die Kontrolle hat und wir nicht. Jedes Mal, wenn wir ins Kissen beißen, erhalten wir eine neue Gelegenheit unser Vertrauen zum Ausdruck zu bringen, dass Gott das Universum, unser Leben und unsere Belange in der Hand hält, selbst wenn wir schlafen wie ein Stein. Das ist demütigend, aber auch befreiend. Wir wissen uns geborgen in den Armen eines liebevollen, starken Gottes, der nie schläft und der über unserem Leben wacht. In diesem Sinne: Schlaf, Kindlein, schlaf!

Euer Wolfie

 
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“Warum hast du so große Augen?”

Posted by Wolfram on Okt 15, 2009 in Allgemein

a 641 150x150 Warum hast du so große Augen?…fragt Rotkäppchen die „Oma“, bei der die letzte Schönheits-OP offenbar in die Hose ging. „Damit ich dich besser sehen kann!“ - selbst aus dem Munde von Unmündigen und Wölfen (oder Wolfies) können wir zentrale biblische Wahrheiten vernehmen.

Wir haben Augen (die äußeren und die inneren), damit wir Gott in Seiner Herrlichkeit besser sehen können. Dieser Gedanke zieht sich durch die gesamte Bibel. Wir sollen uns zu Gott wenden und auf Ihn blicken und werden dadurch errettet (Jes. 45,22). Wenn wir, wie David, den Herrn allezeit vor Augen haben, bekommt unser Leben Stabilität (Ps. 16,8). Wir können geistliche Seitenstiche beim Marathon der Nachfolge überwinden, wenn wir hinschauen auf Jesus (Hebr. 12,1-2) und echte Veränderung geschieht dann, wenn wir die Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu sehen (2Kor. 3,18).

Wir selber können uns weder retten, noch verändern – das kann Gott alleine. Was wir aber tun können und sollen, ist kontinuierlich hinzuschauen und unsere Augen auf Ihn zu richten. Diese Aufgabe wird Gott uns nicht abnehmen. Es gehört zur Würde des Menschseins, dass wir uns entscheiden können, worauf wir unsere Gedanken richten, worüber wir nachdenken und was wir vor unserem inneren Auge betrachten. Die gute Botschaft ist: Das lässt sich erlernen. Unsere Fähigkeit zum Denken ist wie ein Muskel, der mit gewisser Disziplin trainiert werden kann.

Auf diesem Hintergrund lässt sich Sünde (Zielverfehlung) auch definieren, als das, was unseren Blick auf die Herrlichkeit Gottes trübt, oder blockiert. Gerade aus diesem Grund sind moderne Medien mit Vorsicht zu genießen: „Das Hauptproblem des Fernsehens (Internet, Spielkonsolen etc.) ist nicht die Menge an verfügbarem Schmutz, obwohl dies durchaus problematisch ist…Das größere Problem ist Banalität. Füttert man sich täglich mit Fernsehsendungen, verringert sich die Verstandeskraft. Sie haben ihren Verstand, um Gott zu erkennen und zu lieben. Übermäßiges Fernsehen zerstört die Fähigkeit zu dieser großen Berufung. Der Inhalt ist so trivial und seicht, dass die Fähigkeit zu wertvollen Gedankengängen und tiefen Gefühlen abnimmt.“ (Piper)

Ich brauche diese Erinnerung zum geistlichen Gehirnjogging immer wieder…

Euer Wolfie

 
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Warum ich ein Verlierer und Streber sein will

Posted by Wolfram on Okt 9, 2009 in Allgemein

Looser 150x150 Warum ich ein Verlierer und Streber sein willMein Sohn klärt mich darüber auf, dass Zeigefinger und Daumen der rechten Hand zu einem „L“ geformt und vor die Stirn gehalten, die aktuelle Variante in der Schule ist, Mitschülern zu zeigen, was man von ihnen hält: „L“ wie „Loser“ – neudeutsch für Verlierer. Ein anderes Schimpfwort, das in der Schule über Jahrzehnte ähnlich hoch im Kurs stand, ist „Streber“. Dieses Wort war für mich damals in meiner aktiven Schülerlaufbahn der Inbegriff des Uncoolen. Streber galten als Inkarnation des Bösen und man war bereit alles zu tun, um nur nicht in dieser Kategorie zu landen. Eine Philosophie, die für gute Noten nicht gerade förderlich war, wie ich dann später herausfand.

Von neuem fasziniert war ich allerdings, als mir dämmerte, dass genau diese beiden negativen Begriffe im Wort Gottes auch positiv gebraucht werden. Wer sein Leben findet, der wird es verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden! (Mt. 10,39). Jesus stellt die Maßstäbe der Welt mal wieder auf den Kopf und definiert hier neu, wer die wahren Gewinner und Verlierer sind. Gewinner-Typen, die es im Leben scheinbar geschafft und ihre eigenen Ziele ohne Gott verwirklicht haben sind die wahren „Loser“. Doch diejenigen, die ihr selbstbestimmtes Leben aus Liebe zu Gott verlieren, sind die wahren Gewinner. So sah es auch der berühmteste christliche „Streber“ aller Zeiten. Paulus blickte auf ein sehr erfolgreiches religiöses Leben zurück – musste aber im Licht Gottes erkennen, dass das alles “Hundekacke” war im Vergleich zu dem, was er jetzt gefunden hatte. Aber was auch immer mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Verlust gehalten…damit ich Christus gewinne. Das alte, ich-zentrierte Leben zu verlieren und das neue Gott-zentrierte Leben in Christus zu gewinnen, wurde zum höchsten Ziel seines Lebens. Paulus beschreibt sein Streben in Phil. 3, 7-14 mit eigenen Worten. Diese Aussagen motivieren mich immer wieder aufs Neue, ein noch größerer ”Verlierer und Streber” zu werden – auch wenn diese Entscheidung nicht immer einfach ist und im Alltag abgeprüft wird. Und dennoch bin ich mit Überzeugung Mitglied im CVVS – dem “Christlichen Verein für Verlierer und Streber” und freue mich über jedes neue Mitglied!

Euer Wolfie

 
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Spieglein, Spieglein an der Wand…

Posted by Wolfram on Okt 1, 2009 in Allgemein

walliser alpen 2133 Spieglein, Spieglein an der Wand...Selbst „unfromme“ Soziologen beobachten einen gesellschaftlichen Trend zu immer mehr Selbstbewusstsein und Selbstverliebtheit. Superstar-Shows belegen schmerzhaft, dass viele (nicht alle) die Bodenhaftung komplett verloren haben und völlig beratungsresistent sind. Die gut gemeinte Botschaft: „Gott liebt dich“ – kann auf einem narzisstischen Nährboden vollkommen nach hinten losgehen und eine ichzentrierte Liebesbotschaft noch verstärken: „Gott liebt mich? Find ich stark! Ich lieb mich nämlich auch ganz fest. Ich find mich super, ich kann toll singen und ich hab die Haare schön!“

Diese verdrehte, menschenzentrierte Liebe wird manchmal sogar noch als biblisch verkauft.
Jesus dagegen bringt seine vollkommene göttliche Liebe mit folgendem Gebet zum Ausdruck: Vater, ich will, dass die, die du mir gegeben hast, dort sind, wo ich bin. Sie sollen bei mir sein, damit sie meine Herrlichkeit sehen…(Joh. 17,24).

Die biblische, befreiende und beglückende Liebe ist Gott-zentriert und nicht Menschen-zentriert! Wahre Liebe hilft Menschen die „Spiegel“ der Ichzentriertheit aus der Hand zu legen und stattdessen die Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu zu sehen und zu bejubeln. Im Himmel wird es keine Spiegel mehr geben und wir werden sie auch nicht vermissen, weil uns die Herrlichkeit Gottes in Beschlag nehmen wird und wir uns darüber selbst vergessen werden.

Folgendes Zitat fasst die verzerrte Vorstellung von Liebe genial zusammen - lies es langsam, lies es bewusst und lass dir die Wahrheiten auf Zunge und Herzen zergehen!

“Geliebt zu werden, bedeutet für die meisten Menschen, dass man immer gut über sie denkt. Fast alles in unserer westlichen Kultur dient dieser falschen Darstellung von Liebe. Auf tausenderlei Weise wird uns beigebracht, Liebe bedeute, das Selbstwertgefühl des anderen zu erhöhen, ihm zu helfen, gut über sich zu denken – ihm einen Spiegel zu reichen und ihm zu helfen, das, was er sieht, zu mögen. Das versteht die Bibel jedoch nicht unter Gottes Liebe. Liebe tut das Beste für jemanden. Doch das Ich zum Gegenstand unserer innigsten Zuneigung zu machen, ist nicht das Beste für uns. In Wirklichkeit ist es eine gefährliche Ablenkung. Wir wurden geschaffen, um Gott zu sehen und uns an Ihm zu erfreuen! Gott den Menschen vorzuenthalten, heißt, sie nicht zu lieben. Sie gut über sich denken zu lassen, obwohl sie sich an Gott erfreuen sollten, ist so, als würde man jemanden in die Alpen mitnehmen und ihn dann in einen Raum voller Spiegel einsperren.”

Euer Wolfie

 
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Immer schön „danke“ sagen!

Posted by Wolfram on Sep 19, 2009 in Allgemein

niagara falls 150x150 Immer schön „danke“ sagen!Jeder erinnert sich wahrscheinlich an diese „Erziehungsformel“, weil er sie entweder selbst gehört, oder seinen Kindern weitergegeben hat. Dankbarkeit gehört zum 1×1 des Benehmens. Knigge und ich sagen: „Amen dazu!“

Doch welche Rolle spielt Dankbarkeit in unserer Beziehung zu Gott? Möchte Gott nur, dass wir anständige Kinder sind, die immer brav „danke“ sagen, weil Er das so gerne hört? Ist Dankbarkeit wie eine Währung, mit der wir die überschwängliche Gnade, die wir von Gott empfangen haben, zumindest ein wenig zurückzahlen?

Der Slogan einer berühmten Missionsgesellschaft haut genau in diese Kerbe: „Mission ist Dank für Golgatha!“ Es geht mir nicht um die Bewertung der Missionsgesellschaft – ich glaube nur, dass hinter dieser Aussage ein biblischer Denkfehler steckt. Dass unsere Nachfolge, unser Gehorsam, unser Dienst durch Dankbarkeit Gott gegenüber motiviert wird, klingt zwar richtig – ist aber nicht biblisch! Wir ehren Gott, die „Niagarafälle der Gnade“ nicht dadurch, indem wir unsere kleinen gefüllten „Pappbecher der Dankbarkeit“ zu Ihm bringen. Wenn Gott uns zur Dankbarkeit auffordert, dann nicht, weil es Ihm dient, sondern uns. Wer Dank opfert, verherrlicht mich und bahnt einen Weg; ihn werde ich das Heil Gottes sehen lassen (Ps. 50,23). Dankbarkeit vergrößert Seine Herrlichkeit nicht - sie macht sie aber sichtbarer und das ist gute Nachricht für uns! Dankbarkeit baut eine „Autobahn“ für uns, damit Gott uns noch mehr beschenken kann. Gott möchte, dass wir frei werden von einer falschen Pflichterfüllung, die unser „Gnadenminus“ durch geistliche Klimmzüge abbezahlen will. Ob ich als Nachfolger Jesu über die Jahre wachse, erkenne ich daran, ob ich immer mehr Gnade verbrauche und nicht weniger. Der Glaube an noch mehr zukünftige Gnade ist die zentrale biblische Motivation zur Nachfolge! Diese Erkenntnis kann das Gebot: Seid dankbar allezeit…(1Thess. 5,18) von einem moralischen Zeigefinger in eine liebevolle Einladung unseres himmlischen Vaters verwandeln. In diesem - vielleicht neuen Sinne – immer schön “danke” sagen!

Euer Wolfie

 
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Glänzend oder matt?

Posted by Wolfram on Sep 4, 2009 in Allgemein

beautiful beachWar früher die Frage, wie man seine Fotos haben möchte. Glänzend oder matt kann auch unseren Zustand beschreiben: „Mir geht’s glänzend“ – „Ich bin total matt.” Dass Zeiten des Ermattens zum Leben gehören, sagt die Bibel ganz offen: Jünglinge ermüden und ermatten… - das gehört zum Leben! Jünglinge sind diejenigen, die menschlich gesehen noch am meisten Kraftreserven haben. Selbst denen geht irgendwann mal die Luft aus. Arbeit, Familie, Sorgen, Krisen, Krankheiten – das Leben hat es so an sich uns müde und matt zu machen. Wir sollten das akzeptieren und nicht so tun, als wenn es bei uns Christen anders wäre. Jeder verliert mal Antrieb und Freude, fühlt sich “schachmatt” und “lebensmüde“.

Doch der Text hört da nicht auf und geht mit einem hoffnungsvollen „aber“ weiter: …aber die auf den HERRN hoffen, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden (Jes. 40,30-31). Die gute Botschaft ist, dass es möglich ist neue Kraft zu bekommen, dass Ermüdung nicht zum Dauerbegleiter werden muss – wenn wir den biblischen Rat befolgen. „Wir wissen nicht, was dieser freundliche Apotheker empfiehlt“…aber das Wort Gottes empfiehlt bei Ermattungs- und Ermüdungserscheinungen folgendes: „Hoffe, harre, warte auf den Herrn!“ Dieses Warten ist kein gelangweiltes “Däumchendrehen”, kein passives Warten an der Bushaltestelle. Gemeint ist ein erwartungsvolles, aktives Ausschauhalten nach dem Gott, der versprochen hat, uns immer wieder mit neuer, befähigender Gnade und Kraft zu versorgen – vergleichbar mit kleinen Vogelbabys, die begierig auf die Ankunft der Mutter warten.

Paulus beschreibt dasselbe Prinzip mit anderen Worten: Deshalb ermatten wir nicht…da wir nicht das Sichtbare anschauen, sondern das Unsichtbare (2Kor. 4,18). Dieser glaubensvolle Fokus auf Jesus und Seine Verheißungen gab ihm mitten in den größten Herausforderungen eine Kraft, die ihn Tag für Tag von innen heraus erneuerte. Dasselbe geistliche “Red Bull” steht auch dir und mir zur Verfügung und Jesaja bestätigt sogar den Slogan, dass es Flügel verleiht.

Euer Wolfie

 
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Tofu oder Chilischote?

Posted by Wolfram on Aug 28, 2009 in Allgemein

Jesus war nicht wie Tofu – wir mögen den faden und gummiartigen Geschmack nicht, trotzdem kauen wir uns durch, weil es doch gesund ist. Jesus war eher wie eine scharfe Chilischote – sie bringt uns zum schwitzen und zwingt uns zu reagieren. Jesus war kein blassgesichtiger Messdiener, der nette, aber harmlose Weisheiten von sich gab. Er ist Gott selbst, der uns due Realität vor Augen führt, damit wir uns richtig entscheiden können.

Seit einigen Wochen verfolgt mich folgende Aussage: „Es ist möglich an Jesus zu glauben, ohne ihm selbst zu glauben.“ Gerade im Studium der Bergpredigt wurde mir neu bewusst, dass ich die Aussagen Jesu bestaunen kann, ohne sie wirklich ernst zu nehmen – doch die Bergpredigt soll nicht gelobt, sondern gelebt werden! Das Eine ist sentimentale Religion, die höchstens zur Bewunderung führt – das Andere radikale Nachfolge, die zum Gehorsam führt. Das Eine ist die weite Pforte und der breite Weg, der zum Verderben führt – das Andere die enge Pforte und der schmale Weg, der zum Leben führt.

Gott wird mir meine Entscheidungen nicht abnehmen, mich nicht zum Glück zwingen. Aber Er verspricht mir Seine befähigende Gnade, Kraft und Weisheit, wenn ich Ihn darum bitte. Und das will ich in Anspruch nehmen, weil ich das überfließende Leben will, von dem Jesus gesprochen hat!

Euer Wolfie

 
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Popcorn

Posted by Wolfram on Aug 21, 2009 in Allgemein

heiss PopcornAls ich die Woche diesen Joke zugeschickt bekam, hab ich laut los gelacht – guter Humor…I love it! Passt ja auch gut zum Wetter. Gestern war wohl der Hitzeweltrekord meines Lebens – 38 Grad und selbst auf dem Motorrad mit dünnem Hemdchen keine Abkühlung durch den Fahrtwind. Ich konnte mich sehr gut mit dem rechten Maiskolben identifizieren. Dieses “wandelnde Popcorn” ist auch ein gutes Bild für unser Leben in der Nachfolge. Gott selbst ist die Sonne der Gerechtigkeit und Er möchte durch Seine Ausstrahlung mein Leben verändern - ähnlich wie die Verwandlung vom Mais zum Popcorn wird. Zugegeben, meist passiert das nicht so dramatisch und schnell – deswegen spricht die Bibel wohl auch eher von den Früchten und nicht vom Popcorn des Geistes. Doch das Prinzip ist dasselbe. Die erste Voraussetzung für diese Veränderung ist, dass Gott wirklich zum Dreh und Angelpunkt meines Lebens wird.

Ich liebe folgendes Zitat: “Die Sonne der Herrlichkeit Gottes soll im Zentrum der menschlichen Seele erstrahlen. Wenn sie das tut, dann werden alle Planeten unseres Lebens in der richtigen Umlaufbahn gehalten. Doch wird diese Sonne ersetzt, driftet alles auseinander. Die Heilung der Seele beginnt da, wo wir der Herrlichkeit Gottes wieder ihren zentralen Ort zuweisen.”

Die zweite Voraussetzung ist, dass ich mich den Strahlen dieser Sonne immer wieder aussetze. Ohne Hitze tut sich beim Mais nichts. Wenn ich nicht die Herrlichkeit Gottes bewusst suche und anschaue, tut sich auch bei mir wenig bis nichts. Deswegen gibt uns Paulus folgendes “Popcorn Rezept” für unser Leben: Wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an und werden so verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie es vom Herrn, dem Geist, geschieht. 2Kor. 3,18  

Bis die Tage und lasst es Krachen!

Euer Wolfie

 

                                                                                                               

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