“Warum hast du so große Augen?”
…fragt Rotkäppchen die „Oma“, bei der die letzte Schönheits-OP offenbar in die Hose ging. „Damit ich dich besser sehen kann!“ - selbst aus dem Munde von Unmündigen und Wölfen (oder Wolfies) können wir zentrale biblische Wahrheiten vernehmen.
Wir haben Augen (die äußeren und die inneren), damit wir Gott in Seiner Herrlichkeit besser sehen können. Dieser Gedanke zieht sich durch die gesamte Bibel. Wir sollen uns zu Gott wenden und auf Ihn blicken und werden dadurch errettet (Jes. 45,22). Wenn wir, wie David, den Herrn allezeit vor Augen haben, bekommt unser Leben Stabilität (Ps. 16,8). Wir können geistliche Seitenstiche beim Marathon der Nachfolge überwinden, wenn wir hinschauen auf Jesus (Hebr. 12,1-2) und echte Veränderung geschieht dann, wenn wir die Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu sehen (2Kor. 3,18).
Wir selber können uns weder retten, noch verändern – das kann Gott alleine. Was wir aber tun können und sollen, ist kontinuierlich hinzuschauen und unsere Augen auf Ihn zu richten. Diese Aufgabe wird Gott uns nicht abnehmen. Es gehört zur Würde des Menschseins, dass wir uns entscheiden können, worauf wir unsere Gedanken richten, worüber wir nachdenken und was wir vor unserem inneren Auge betrachten. Die gute Botschaft ist: Das lässt sich erlernen. Unsere Fähigkeit zum Denken ist wie ein Muskel, der mit gewisser Disziplin trainiert werden kann.
Auf diesem Hintergrund lässt sich Sünde (Zielverfehlung) auch definieren, als das, was unseren Blick auf die Herrlichkeit Gottes trübt, oder blockiert. Gerade aus diesem Grund sind moderne Medien mit Vorsicht zu genießen: „Das Hauptproblem des Fernsehens (Internet, Spielkonsolen etc.) ist nicht die Menge an verfügbarem Schmutz, obwohl dies durchaus problematisch ist…Das größere Problem ist Banalität. Füttert man sich täglich mit Fernsehsendungen, verringert sich die Verstandeskraft. Sie haben ihren Verstand, um Gott zu erkennen und zu lieben. Übermäßiges Fernsehen zerstört die Fähigkeit zu dieser großen Berufung. Der Inhalt ist so trivial und seicht, dass die Fähigkeit zu wertvollen Gedankengängen und tiefen Gefühlen abnimmt.“ (Piper)
Ich brauche diese Erinnerung zum geistlichen Gehirnjogging immer wieder…
Euer Wolfie
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